Ausgabe 2017-4

    Titelthemen

    • Rückblende - iENA 2017
    • Design Thinking - jetzt auch in der Werbemittelbranche erfolgreich -
    • Interview: Fragen an den neuen 1. Vorsitzenden des DEV e.V
    • Messe IFA2017: Spielerei oder Ernst - Ingo Berkemeier

    Editorial

    • Alle sehen dasselbe - Jeder sieht etwas anderes - E. Kübel

    Akteure im Innovationswesen

    • Rückblende - iENA 2017
    • women&work Erfinderinnenpreis 2017
    • PSI: Das Schaufenster der Werbeartikelwirtschaft
    • Messe IFA2017: Spielerei oder Ernst - Ingo Berkemeier
    • Vorschau Patente 2018

    Making Innovation: Kreativitätstechniken

    • Design Thinking - auch in der Werbeartikelbranche erfolgreich

    Nachrichten aus dem DEV e.V.

    • Junior DEV – KIT-Initiative -- H.-G. Torkel
    • DEV-Sektionstermine
    • Innovationspreis für Elke Petra H.-G. Torkel
    • iENA 2017 - DEV Gemeinschaftsstand
    • Offener Brief: Dank an den Veranstalter - Beatrice Schalk
    • Dankesbeitrag von Hans-Georg Torkel- H.-G. Torkel

    Aus den Verbänden

    • Interview: Fragen an den neuen 1. Vorsitzenden des DEV e.V.
    • Making Innovation: Weiterbildung
    • Forum Innovationssteuerung und -controlling
    • Karlsruher Dialog Technik und Recht 2017

    Aus der Förderlandschaft

    • Otto von Guericke-Preis 2017 der AiF

    Buchbesprechung

    • „Marken und andere Kennzeichen“ von Ulrich Hildebrandt

    ... zu guter letzt

    • Cartoon - Peter Strunk
    • Impressum

    Editorial

    Alle sehen dasselbe - Jeder sieht etwas anderes - E. Kübel

    Unser Titelbild von Beate Woehrle zeigt die Südfassade des interkulturellen Institutes “Centre du Monde Arab" in Paris. Der Einfall des Sonnenlichts wird durch tausende Irisblenden hinter der Glasfassade reguliert, die sich computergesteuert stufenlos öffnen und schließen. Selbst, wenn der Besucher durch zwei benachbarte Blenden schaut, sieht er ein um Nuancen anderes Bild. Was hat dieses Motiv mit dem Thema Innovation zu tun? Die Folgen des unterschiedlichen Eindrucks des gleichen Objektes haben wir auch bei den Innovationsthemen.

    Wer mit Patenten in Europa zu tun hat, betrachtet die Entwicklung beim "Europäischen Patent einheitlicher Wirkung" jeweils durch seine eigene Linse: Der eine Betrachter spricht angesichts der beim Bundesverfassungsgericht anhängigen Beschwerde zu diesem Thema von der notwendigen Klärung verfassungsrechtlicher Bedenken. Der andere Betrachter sagt “Deutschland vertrödelt die Ratifizierung” 2. Nebenbei gesagt: Ich halte letzteres für eine Formulierung, die daran zweifeln lässt, ob der Autor dieser Stellungnahme die Grundprinzipien unserer Verfassung verstanden hat.

    Um noch beim Einheitspatent zu bleiben: Das eine Unternehmen sieht durch eine Linse, wie viel Verwaltungsaufwand durch die zentrale Gebührenzahlung an ein einziges Amt gespart werden kann. Das andere Unternehmen sieht durch eine andere Linse die Risiken in der Rechtsprechung durch das Einheitliche Patentgericht und die damit verbundenen, gegenüber den heutigen Verfahrenskosten in Deutschland deutlich höheren Prozesskosten, als wesentlich wichtiger an.

    Ähnlich unterschiedlich sind die Ergebnisse der Beurteilung, wenn die Folgen von Innovationsprojekten betrachtet werden: Ein Beobachter sieht, was man mit der jetzt entwickelten Technologie an neuen Produkten und Märkten schaffen kann. Der Beobachter an einer anderen Linse sieht das, was durch diese neue Technologie an alten Verfahren und Berufsbildern vernichtet wird.

    Für alle Fälle gilt: Formulieren wir unsere Sicht positiv! Das gibt uns Kraft für positives Handeln und den damit verbundenen Erfolg.

    Das Team des INNOVATIONS-FORUMs wünscht Ihnen, liebe Leser, ein erfolgreiches 2018 mit guten Fortschritten in Ihren Innovationen - Produkte, Verfahren, Regulierungen und Projekten!